Rückblick auf zwei schöne Chorjahre von Maria Endler-Kaufhold

10.12.2018

Rückblick auf zwei schöne Jahre

 

Seit 23 Monaten, also fast 2 Jahren

kommt Herr Schenninck von Kassel nach Schenklengsfeld gefahren.

 

Hier leben Männer und Frauen vom Landecker Amt

untereinander gut bekannt.

 

Sie sind fleißig und ehrlich und meistens gut drauf,

stecken sich hohe Ziele und geben nicht auf.

 

Die Männer bauen und werkeln, es entsteht ein Generationenhof.

Jetzt kann man hier feiern, keiner findet `s mehr doof.

 

Na und die Frauen sorgen für den leiblichen Genuss,

dekorieren, backen, kochen, bedienen ohne Verdruss.

 

Hinter den meisten liegt schon ein langes Arbeitsleben.

Deshalb muss es im Ruhestand noch etwas Prickelndes geben.

 

Singen – jung beschwingt - fordert die grauen Zellen heraus.

Trübsal bläst der, der bleibt zu Haus.

 

Denn eines vereint sie alle: Das Singen im Chor!

Doch ohne Chorleiter? Das stelle man sich einmal vor.

 

Doch da gibt es in Kassel einen feinsinnigen Mann,

bei dem kommt unser händeringendes Suchen tatsächlich an.

 

Musikpädagoge – das klingt ziemlich kühl.

Inzwischen kennen wir ihn gut, er hat viel Gefühl.

 

Auch hat er Geduld und sich durchgesetzt.

Wir singen gern englisch und lernen den Text!

 

Im Umgang respektvoll mit lockerer Hand

achtet auf den guten Ton mit Humor und Verstand.

 

Probe bei Steinhauers: Zuerst treten wir die Dielen,

dabei hält es keinen von den Sängern auf den Stühlen.

 

Nun schwingen wir die Hüfte, die Knie auch.

Dann klopfen wir uns wie bekloppt auf den Bauch.

 

 

 

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Aber dann die Geräusche: Das rollende „R“ ist noch human,

aber ein Kiefer, der hängt – schaut euch das ja nicht an.

 

Mit Tonfolgenwird der Sopran schön in die Höhe getrieben,

um dann den Alt in den Keller zu schieben.

 

Singen soll ja auch durch Spaß motivieren,

deshalb wollen wir nun einen Kanon probieren.

 

Hier setzen die Stimmen unterschiedlich ein,

Passt nur schön auf! - Konzentration muss sein.

 

Warte nicht zu lang auf den Einsatz, sei nur nicht phlegmatisch.

Auch der Chorleiter zeigt Schwächen, das macht ihn sympathisch.

 

Klappt er aber die Brille zusammen, dann wird es ganz still.

Das ist das Zeichen, dass er Höchstleistungen will.

 

Zum Adventskonzert haben wir uns anspruchsvolle Chorsätze vorgenommen,

fleißig geprobt, fast alle sind regelmäßig gekommen.

 

Vor den Berufstätigen ziehe ich den Hut.

Dass ihr uns verstärkt, tut uns allen sehr gut.

 

Bei “Laudate” und “Open up white” – das bilden wir uns doch nicht ein – glauben wir besser als vor einem Jahr zu sein.

 

Herr Schenninck sagt dann - und das hat uns immer aufgebaut –

Er bekäme eine „Hühnerhaut“.

 

Doch bei den Proben in der kalten Kirche, na klar, wird uns warm.

Wir nehmen die Jacken dann kurz mal über den Arm.

 

Aber Herr Schenninck, er schält sich wie eine Zwiebel:

Jacke, Weste Pullover, Schal, T-Shirt – du meine Güte!

 

All diese Sachen legt er ab.

Da ruft einer: „Stopp!“ Und wir lachen uns schlapp.

 

In einem Chor, und wären wir 100 Mann,

kommt es auf jeden Einzelnen an.

 

Es braucht Mühe und Fleiß, aber auch Zuversicht

Und singt der Nachbar mal falsch, darüber spricht man nicht.

 

Ich z. B. singe ihm dann absichtlich etwas lauter ins Ohr

und siehe da, es kommt dann nicht mehr vor.

 

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Das Konzert heute zeigt genau, wo wir musikalisch stehen.

Vieles lief super, einiges, Herrgott, könnte besser gehen.

 

Danke an alle, die sich so engagiert,

ob mitgesungen oder dirigiert.

 

Danke den Vorständen – eure Arbeit ist so gut.

Viele Sänger – noch mehr Meinungen, ihr bringt sie alle unter einen Hut

 

Es weihnachtet, man bringt sich Geschenke zur Heiligen Nacht!

Doch das größte Geschenk haben wir uns selber gemacht.

 

Auch das Jahr neigt sich und wir blicken voraus,

wünschen viele schöne Chorstunden in diesem Haus.

 

Herr Schenninck, Ihnen wünschen wir weiterhin

Freude an der Arbeit mit uns Männern und Frauen

und dass wir uns wieder an flotte Lieder trauen.

 

 

            Noch ein Scherz zum Schluss:

            

Hätt `ich einen Wunsch frei,

dann flögen sie dienstags mit einem Hubschrauber ein.

Doch dann würden Sie für uns der „fliegende Holländer“ sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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